Das Netz und wie man damit umgehen kann oder soll

In den letzte Wochen haben sich einige Autoren mit der Frage beschäftigt, wie die „junge Generation“ mit dem Netz umgeht. Auslöser war ein SPIEGEL-Artikel mit dem Titel ‚Null Blog‘, der argumentiert, dass es gar keine „Netzgeneration“ gebe, sondern dass das Netz im Alltag der Jugendlichen eine eher marginale Rolle spiele. Zwei sehr lesenwerte Beiträge zum Thema stammen von René Scheppler: Ja wo surfen sie denn und Torsten Larbig: Das Netz, seine Funktionen und die ‚Null Blog‘-Debatte. In diesem Beitrag möchte ich drei Aspekte aufgreifen, die diese Debatte streifen: Ist die Unterscheidung in digital natives und digital immigrants sinnvoll und wie Weiter lesen …

[Doch erstmal nicht] Tschüs Twitter

Ich werde meinen Twitter-Account in den nächsten Tagen löschen [nun doch nicht löschen] . Meine Gründe dafür hat Maik Riecken ziemlich präzise auf den Punkt gebracht. [UPDATE – 03.08.2010] Tja, was soll ich sagen … Ich war wohl etwas voreilig mit meiner Ankündigung, meinen Twitter-Account löschen zu wollen. Die Reaktionen darauf (in den Kommentaren und per Mail) haben mir gezeigt, dass ich nicht alle Aspekte bedacht hatte. Vor allem habe ich wohl nicht intensiv genug in mich “hineingehört”, was durch diesen Beitrag und die Reaktionen darauf dann doch noch geschehen ist. Das Ergebnis ist, dass ich es mir anders überlegt Weiter lesen …

Wo anfangen?

Die Zeit hat den Journalistik-Professor Jay Rosen über die Veröffentlichung der Afghanistan-Dokumente bei Wikileaks interviewt. Eine Passage aus dem Interview fiel mir besonders auf: Ich will Ihnen ein Beispiel geben: das jüngste Open-Data-Dossier der Washington Post. Die Post hat zwei Jahre lang recherchiert und ein gewaltiges Dossier über alle Geheimdienst-Machenschaften des militärisch-industriellen Komplexes zusammengestellt. Sie hat eine Woche lang auf den ersten Seiten darüber geschrieben. Mehr Aufmerksamkeit ist fast nicht vorstellbar. Die Journalisten haben eine gewaltige Schattenwirtschaft aufgedeckt, die Milliarden Dollar verschlingt, völlig sinnlos, an der sich viele Menschen bereichern. Und was ist die Reaktion? Man sagt nur: Oh, dann Weiter lesen …

Intensiv mit Wikis arbeiten

Wikis werden für mich immer wichtiger im Unterricht und kristallisieren sich als zentrales Werkzeug für die Zusammenarbeit der Schüler und die Intensivierung des Lernen heraus. Ich bin noch lange nicht soweit, dass der Einsatz von Wikis auf beiden Seiten locker von der Hand ginge, aber wir arbeiten dran. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass viele Schüler sehr oberflächlich arbeiten: wenn zu einer Frage oder einem Thema schon irgend etwas im Wiki steht, sehen sie die Aufgabe als erledigt an und haken das für sich ab. „X hat ja schon was geschrieben, da konnte ich ja nichts mehr machen.“ Natürlich Weiter lesen …

Sir Ken Robinson: Evolution is no longer enough in education

Ein anregender und erhellender Vortrag von Sir Ken Robinson. Er hat bei TED bereits vor Jahren dargelegt, warum er der Meinung ist, Schools kill creativity. Beide Vorträge lohnen sich sehr! Ich habe gerade keine Zeit, selbst Gedanken dazu zu formulieren und verweise daher auf die Beiträge von René Scheppler und Felix Schaumburg.  

Rhetorik und Präsentationstechnik mit TED Vorträgen analysieren

In einigen Wochen werden meine Kursschüler in die mündliche Abiprüfung gehen. Diese ist in Baden-Württemberg seit einiger Zeit eine Präsentationsprüfung. Der Schüler schlägt dem Prüfungsvorsitzenden vier Themen vor und erhält eine Woche vor der Prüfung die Rückmeldung, welches ausgesucht wurde. Er hat dann eine Woche Zeit, sich auf diese Prüfung vorzubereiten. Die Prüfung dauert zwanzig Minuten, die ersten zehn Minuten gestaltet der Prüfling eigenständig in Form eines Vortrags, die übrige Zeit findet ein Kolloquium über den Inhalt des Vortrags und über weitere in der Kursstufe behandelte Themen statt. Die Zeit nach dem schriftlichen Abitur lege ich daher den Schwerpunkt auf Weiter lesen …

Erfahrungen aus einem Schüler-Blog-Projekt

Vor einigen Monaten habe zum ersten Mal eine Gruppe von Schülern unterrichtsbegleitende Blogs schreiben lassen. Inzwischen ist das Projekt schon längere Zeit beendet und ich möchte hier einige Erfahrungen notieren. Außerdem habe ich die Schüler um Ihre Meinung zu dem Projekt gebeten, die ich ebenfalls veröffentlichen möchte. René Scheppler hat ebenfalls gerade einen Beitrag veröffentlicht, der thematisch verwandt ist: Blogs im Unterricht – ein Zwischenbericht. Rahmenbedingungen Das Blog-Projekt fand im Rahmen des NwT1 -Unterrichts der Stufe 10 am Gymnasium statt, in dem projektartig gearbeitet wird. Die Schüler erhalten typischerweise einen Projektauftrag und arbeiten dann mehrere Wochen lang selbständig. Dazu führen Weiter lesen …

Brauchen Schülerblogs ein Impressum?,

Im Rahmen meines Blog-Projekts mit Schülern kam unter anderem die Frage auf, ob Schülerblogs ein Impressum benötigen oder nicht. Die Impressum-Pflicht gilt ausdrücklich nicht für Websites mit rein privatem Inhalt. Wenn Sie eine rein private Website betreiben, benötigen Sie keine Anbieterkennung. (Quelle, Abschnitt „Wann ist keine Anbieterkennzeichnung erforderlich?“) Daher könnte man meinen, dass ein Schülerblog auch ohne Impressum auskomme. Allerdings greift eine andere Regelung, die ein Impressum erforderlich macht: Nach § 55 RStV muß die Anbieterkennung auf Webseiten, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, grundsätzlich den Namen und Anschrift des Betreibers sowie bei juristischen Personen zusätzlich den Namen Weiter lesen …

Medien im Umbruch …

… ist eine Artikelserie der Computerzeitschrift c’t. Früher oder später entdeckt jedes Kind den Computer. Als Lotsen durch die Medienwelt sind die Eltern gefragt – die nicht selten überfragt sind: Welches Spiel eignet sich für den Nachwuchs? Und was passiert in SchülerVZ eigentlich, worauf muss man in sozialen Netzen achten? Wir haben hier daher eine Reihe von Artikeln zum Thema bereitgestellt, als kleinen Überblick zum Thema für Eltern und Pädagogen. Medien im Umbruch – Tipps für Eltern und Lehrer  

Bye bye Facebook

Facebook könnte eine schöne Sache sein. Vieles an der Gestaltung der Benutzeroberfläche und an den Interaktionsmöglichkeiten gefällt mir sehr gut. Was ich aber nicht länger akzeptieren möchte, ist die Art und Weise, wie Facebook mit meinen Daten umgeht. Datenschutz und Vertrauen Bezüglich des Datenschutzes fühlte ich mich bei Facebook noch nie wohl. Die so genannten Datenschutzrichtlinien sind zu schwammig formuliert, enthalten zu viele offene oder euphemistische Formulierungen. Es heißt z.B. in den »Datenschutzrichtlinien«: Du entscheidest selbst, in welchem Umfang du über Facebook Informationen mit anderen teilen möchtest. (Quelle) Ein paar Zeilen später dagegen steht: Einige Informationen, wie dein Name, Profilbild, Weiter lesen …

Google Anwendungen in der Schule …

… ist eine fundiert recherchierte Präsentation von Uwe Klemm, die meines Erachtens alle wichtigen Punkte anspricht und viele sinnvolle Anregungen für die eigene Meinungsbildung gibt. Google-Dienste im Schulbetrieb on Prezi  

Fakten sind wichtig: Kritik am Open Letter to Educators,

Dan Brown hat ein interessantes Video gedreht, das er als „Open Letter to Educators“ versteht. Er legt darin seine Vorstellungen dar, wie (Hochschul)-„Education“ – auf Deutsch möglicherweise eine Mischung aus „Bildung“ und „Ausbildung“ – (in den USA) ist und wie sie sein sollte. Beim ersten Betrachten hatte ich das Gefühl, vielen Aussagen zustimmen zu können. Bei genauerem Nachdenken kamen mir aber einige Fragen und Kritikpunkte in den Sinn, die ich hier kurz darlegen möchte. Ich sehe diesen Beitrag als „lautes Denken“ und wäre daher sehr erfreut, wenn eine Diskussion darüber meine Nachdenken darüber schärfen – oder auch meine Punkte widerlegen Weiter lesen …

Qualität von Websites und Wikipedia-Artikeln einschätzen

Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage, wie ich meinen Schülern beibringen könnte, Rechercheergebnisse und ganz allgemein Websites zu beurteilen. Ich habe dazu eine Reihe von Websites bei delicious gesammelt, aber bisher war noch nichts „Rundes“ dabei, das ich an einem Stück in meinem Medienunterricht einsetzen konnte. In den letzten Tagen kamen nun einerseits etwas Inspiration in Form von Maik Rieckens Beitrag und andererseits der konkrete Bedarf im Unterricht zusammen, so dass ich einen entsprechenden Beitrag im „Medien“-Teil unserer Schulwebsite verfasst habe: Die Qualität von Websites und Wikipedia-Artikeln beurteilen. Auf unserer Schulwebsite gibt es übrigens eine Menge weiterer Materialien, die Weiter lesen …

[Mac + Schule] Unterrichtsplanung und -dokumentation mit Notebook

[UPDATE 06.01.2016] Notebook ist nicht länger erhältlich, die Entwicklerfirma Circusponies hat die Entwicklung eingestellt und ist wohl pleite („no longer in business“). Schon während des Referendariats habe ich Jochen Lüders Erfahrungen und Materialien intensiv studiert und in vielen Bereichen für mich adaptiert. Sein Konzept der Unterrichtsvorbereitung mit Stundenzetteln hat mir ebenfalls einige Anregungen geliefert. Neulich hat Claudia Börger in Jochens Blog ihr System der Jahres- und Unterrichtsplanung vorgestellt. Dieser Beitrag war für mich Anlass, mein eigenes System noch mal zu reflektieren und zu verfeinern. Gleichzeitig bekomme ich immer wieder Anregungen von Kollegen bezüglich der (digitalen) Werkzeuge, welche diese einsetzen. So zum Beispiel von Weiter lesen …

[Ideas worth spreading] Jamie Oliver über Schulessen in den USA – Wie sieht es in Deutschland aus?

Jamie Oliver hält einen leidenschaftlichen Vortrag über das Ernährungsproblem in US-amerikanischen Schulen und die Kehrtwende, die er sich dafür wünscht. Er hat das Thema zu seinem TED-Wish gemacht. “I wish for your help to create a strong, sustainable movement to educate every child about food, inspire families to cook again and empower people everywhere to fight obesity.” (Jamie Oliver) Was mich besonders geschockt hat, sind die Grundschulkinder, die Tomaten für Kartoffeln halten. Ich frage mich, in welchem Ausmaß das auch in Deutschland ein Problem ist. Ich bin sicher, wir gehen in die selbe Richtung, könnte aber nicht sagen, wie weit Weiter lesen …

Mit Computern macht Lernen immer Spaß – oder?

In Brandenburg startet ein Projekt, das virtuelle MINT Leistungskurse anbietet. Schüler können einen Leistungskurs in einem MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) belegen, auch wenn die Zahl der Interessenten an ihrer Schule zu klein ist, diesen Kurs vor Ort im regulären Unterricht anzubieten. Der Unterricht findet stattdessen via Moodle statt. Das klingt nach einem vernünftigen Konzept in einer Region, wo die Schülerzahlen zurück gehen und daher das Spektrum der angebotenen Leistungskurse enger wird. An einer Stelle des Pressemeldung taucht aber wieder ein altes Märchen auf: Das Projekt vMK holt die Schüler/innen in denjenigen (onlinebasierten) Kommunikationsformaten ab, die heutzutage nicht nur Weiter lesen …

Was ist die angemessene Form für einen Inhalt?

Christian Spannagel und Lutz Berger haben die Aktion Bildungsreporter gestartet und dazu aufgerufen, Antwortvideos zu posten. Aus verschiedenen Gründen habe ich das bisher nicht gemacht – einige davon hat Herr Larbig eloquent auf den Punkt gebracht und auch die Kommentare zeigen, dass er noch mehr Leuten so ging wie mir. Der Artikel ist ein guter Beitrag zur Diskussion um die angemessene Form von Inhalten. Ressourceneinsatz und mediale Vermittlung – oder: Müssen es immer Videos sein?