Carol Dweck: Mindset

Wer schon ein Mal in einer Notenkonferenz war, kennt wahrscheinlich die Situation, dass dort Dinge über die Leistungen und das Verhalten eines Schülers berichtet werden, die so gar nicht zu dem passen wollen, was man selbst von diesem Schüler kennt. Bei der Suche nach Erklärungen für solche Unterschiede kommt man unter Umständen auch zu der Erkenntnis, dass offenbar die Art, wie man selbst mit dem Schüler umgeht und welches Bild man von ihm hat, einen erheblichen Einfluss darauf haben, welche Leistungen dieser erbringt (und wie er sich verhält, aber dieser Aspekt ist weniger »erstaunlich«). Es gibt im schulischen Kontext immer Weiter lesen …

Sollten Schüler Lehrer mögen?

Should I care if my students like me? ist ein lesenswerter Artikel von Michael Kaechele. Ich stimme seiner Hauptaussage voll zu: So I will go so far as to argue that making sure we have positive relationships with students is the most important and long-lasting part of our jobs. Will every student like us? Probably not, but we should try to build relationships with every student and impart love and confidence into their lives. inquiryblog.wordpress.com Und auch der Nachsatz verdient Beachtung: So Mr. Politician, #standardizethat inquiryblog.wordpress.com Should I care if my students like me?  

Blogparade: Reflektierende Praktiker

Herr Larbig fragte in die Runde, wie Lehrpersonen ihre berufliche Praxis reflektieren und rief zu einer Blog-Parade auf. Hier mein Beitrag dazu. * * * Zunächst: Meine Praxisreflexion ist kein systematischer, regelmäßig »eingebauter« Teil meiner Arbeitswoche und auch nicht mit einem bestimmten »Hauptinstrument« verbunden, wie das Torsten Larbig in seinem Tweet zum Thema angedeutet hatte: Frage an LehrerInnen: Wer führt zur Unterstützung eigener Praxisreflexion ein Arbeitsjournal? Oder: Wie sieht eure ReflexionsROUTINE aus? — herrlarbig (@herrlarbig) August 6, 2012 Ich denke in verschiedenen Kontexten über meine Arbeit nach (sowohl über den Unterricht als auch über Verwaltungsaufgaben, Konferenzen etc.). Oftmals ist das Weiter lesen …

Empfehlenswerte Bücher zur Pflanzenbestimmung

Diesen Sommer habe ich mich daran gemacht, meine Artenkenntnis der heimischen Blütenpflanzen mal wieder aufzufrischen (und dabei auch wieder etwas mehr zu fotografieren). Das Bestimmungspraktikum während des Bio-Studiums liegt schon ziemlich lange zurück und seitdem sind natürlich viele Arten, die mir auf meinen täglichen Wegen begegnen, wieder in Vergessenheit geraten. Mit einigen Kollegen und Freunden habe ich immer mal wieder über dieses »Projekt« gesprochen und viele haben Interesse geäußert, die heimischen Blütenpflanzen auch ein wenig besser kennen zu lernen, wussten aber oft nicht, mit welchen Bestimmungsbüchern man das am besten angeht. Daher hier einige Buch-Tipps. Alle folgenden Links führen zu Weiter lesen …

Erkunden statt Rezept-Klicken

Vor einigen Jahren habe ich eine ganze Reihe von Softwareanleitungen erstellt, um meinen damaligen Medienunterricht damit zu gestalten. Inzwischen bin ich nicht mehr zufrieden mit dem Stil dieser Anleitungen. Sie sind im Grunde nur »Klick-Rezepte«, mit denen man sich die Illusion erarbeiten kann, die bearbeitete Software zu beherrschen. In Wirklichkeit hat man in der Regel nur kopflos ein Rezept abgearbeitet, das zwar zum Ziel geführt hat, das aber nur dann funktioniert, wenn Menüs, Buttons und Einstellungen genau so aussehen, wie im Rezept dargestellt. In der Realität ändert sich Software ständig, auswendig gelernte Klickwege verlieren innerhalb kurzer Zeit ihren Nutzen. Kürzlich Weiter lesen …

Lehrer werden

Immer mal wieder fragen angehende Abiturienten bei mir nach, worauf es denn ankäme, wenn man Lehrer werden möchte. Dieser Beitrag soll die wichtigsten Informationen sammeln, damit die persönlichen Beratungsgespräche sich auf individuelle Fragen konzentrieren können. Den aktuellen Anlass, den Artikel (endlich) zu schreiben, lieferte Daniels Frage vor einigen Tagen. Wie kann man also herausfinden, ob Lehrer der richtige Beruf für einen ist? Meine persönlichen Prioritäten Ich persönlich halte zwei Charaktereigenschaften für besonders wichtig, wenn man Lehrer werden möchte: Man sollte Freude am Lernen haben und daran, das Gelernte anderen weiter zu geben. Man könnte auch sagen: Man sollte Freude daran Weiter lesen …

Wärmebild des Unterrichts

Man stelle sich vor, unterrichtsbezogene geistige Aktivität erzeugte Wärme: Wie sähe dann wohl das Bild aus, das eine Infrarotkamera von einer Unterrichtsstunde in der Schule aufzeichnete? herrlarbig.de Torsten Larbig hat sich eine nützliche Metapher ausgedacht, die einem als Lehrer helfen kann, die angestrebte Aktivität in den Schülerköpfen zu visualisieren. Mit dem »Wärmebild« vor Augen kann man meines Erachtens recht gut überprüfen, ob eine Aufgabenstellung ausreichend breite Aktivität hervorruft oder nicht. Lesenswert.  

Be open to being wrong

You won’t advance your cause or discover new truths if you’re obsessed with being right all the time—and so the best way to compound your advantage and accomplish even more than you already have is to set out (with relish) to be as open to wrong as often as you can afford to be. sethgodin.typepad.com Ich stimme sehr zu. Aber: Meiner Erfahrung nach besteht die Kunst darin, … die Situationen, in denen man sich Fehler erlauben kann, von denen zu trennen, in denen man sie besser vermeidet, … die für sich persönlich »richtige« Balance zwischen diesen »Baustellen« und den routinierten Weiter lesen …

Misc 2.0

Lernen muss flexibel bleiben. Natürlich sollen wir die neuen Möglichkeiten von Web 2.0 nutzen; aber eine Lernkultur, die sich vom Funktionieren von Apparaten abhängig macht, ist noch problematischer als einseitiger Frontalunterricht. Fontanefan in einem Kommentar bei herrlarbig.de Das Netz ist wichtig, aber das Netz ist nicht alles.  

Lesen am Bildschirm

Je mehr man mit digitalen Werkzeugen wie Websites, Blogs und Wikis arbeitet, desto häufiger kommt man in die Situation, Materialien am Bildschirm zu lesen. Meist ist das Ausdrucken aller Materialien umständlich und teuer. Es lohnt sich daher, Arbeitsmethoden zu entwickeln, um das Lesen und Bearbeiten von Lernmaterialien am Bildschirm zu optimieren. Am Bildschirm lesen In zwei Neigungskursen Geographie arbeite ich intensiv mit Wikis. Für viele Schüler ersetzt das gemeinsam verfasste Wiki das Heft, so dass auch damit auf Klausuren und letztlich auf das Abitur gelernt wird. Der erste Reflex ist bei den meisten Schülern, alle Seiten auszudrucken. Das ist natürlich Weiter lesen …

Worauf es ankommt

Wolfgang Franz in einer Diskussion bei Google+ Ich bin Lehrer und hoffe, dass ich dazu beitragen kann, dass meine Schüler sich die Mühe machen, wirklich Antworten auf ihre Fragen zu finden (die ihre Antworten sind), dass sie eigenständige Persönlichkeiten werden und für ihr Leben stabile Orientierungsmarken finden, die sich auch rational verantworten lassen. Quelle Schön auf den Punkt gebracht!  

Term.ly: gutes einsprachiges englisches Online-Wörterbuch

Term.ly ist eine Wörterbuch-Anwendung, die man kostenlos online nutzen kann und die auf der Datengrundlage von WordNet beruht. Das besondere an dem Wörterbuch ist, dass es zu jeder Definition Synonyme, spezifischere und weniger spezifische Begriffe angibt, so dass es gleichzeitig wie eine Art Thesaurus zu nutzen ist. Für Schüler und den Unterricht ist es interessant, weil man mit Hilfe eines Bookmarklets unbekannte Wörter in einem Online-Text schnell nachschlagen kann. Für meine Schüler habe ich hier erklärt, was ein Bookmarklet ist. Zusätzlich zur kostenlosen Online-Version, gibt es noch Apps für das iPhone und das iPad, die auch beide sehr gut aufgemacht Weiter lesen …

Beamerkabel richtig wickeln

Der Schulalltag steckt voller Gefahren. Überall lauern kleine und nicht so kleine Herausforderungen, die täglich gemeistert werden wollen. Manchmal sind die Herausforderungen offensichtlich, anderntags verbergen sie sich in Details (wo ja auch der Teufel steckt). Zu dieser letzten Sorte gehören Beamerkabel. Das Problem Bei uns gibt es – wie an vielen Schulen – mobile Beamer auf Rollwagen. Jeder mit einem langen Kabel ausgestattet, damit man ihn an geeigneter Stelle im Raum platzieren kann. Dieses Kabel birgt mehr Tücken als man auf den ersten Blick meinen möchte. Ein Problem sieht so aus: Verdrillte Kabel, die auf einen Bruchteil ihrer Gesamtlänge zusammengeschnurrt Weiter lesen …

Wissen, wie man’s macht

Maik Riecken konstruiert eine gelungene Metapher für verschiedene Ansätze, im Bildungssytem innovativ zu sein: Wasmanie ist einer davon. Handwerk der andere. Lesenswert. Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es. Erich Kästner Außerdem berichtet Maik in den Verlorenen Links (Punkt 2) davon, dass der Pisaversteher weiß, wie „gute Schule“ geht (viele andere meinen das auch zu wissen) – dass „gute Schule“ aber trotzdem nicht realisiert wird. Dieses Paradox kennt man aus vielen (Bildungs)Bereichen. Maik erwähnt den Fachleiter, der weiß wie eine gute Stunde aussieht, aber Schwierigkeiten hat, die Kriterien zu nennen. Ich erinnere mich an einen Fachleiter, der ebenfalls in den Weiter lesen …

TeaTime-Mag …

… ist ein kostenloses Online-Magazin für Englischlerner. Es ist gut aufgemacht, bietet viele Texte auch als Hörtexte an und enthält Vokabelangaben. Für Lehrer gibt es eine zusätzlichen Service: TeaTime-Mag for Teachers. TeaTime-Mag  

Was Schüler (mit Interesse und Selbstbestimmung) leisten können

Im Fach Naturwissenschaft und Technik führen wir an unserer Schule in Klasse 10 zum Abschluss der »NwT-Laufbahn« der Schüler (in der Kursstufe gibt es noch kein NwT) ein großes und sehr frei gehaltenes Projekt zum Thema ›Sonne‹ durch. Darüber hinaus wird in der Regel eine Klassenarbeit als »freie Arbeit« geschrieben, bei der die Schüler sowohl das Thema als auch die Form selbst wählen dürfen (hier die möglichen Formen). Im konkreten Fall war die Vorgabe, dass die Arbeit im weitesten Sinne etwas mit den Thema »Sonne« zu tun haben muss. Es kommt regelmäßig vor, dass bei dieser »freien Klassenarbeit« Spitzenleistungen erbracht Weiter lesen …

Vergessene Kosten – bei Software und beim Lernen

Patrick Rhone schreibt in seinem Beitrag The forgotten cost of features über das Hinzufügen von Funktionen (features) bei Software und anderen Gebrauchsgegenständen: A perfectly blank sheet of white paper is a tool of infinite possibility. For input you could use a pencil, a pen, a crayon, a marker, a stamp, a brush or more. You could use all of those at once. You can write or draw or paint in any direction. Even multiple directions on the same sheet. You can use any color you want. How you enter data onto it and how that information is structured seems almost Weiter lesen …

Changing the Education Paradigm

Ich habe auf Sir Ken Robinson und seine Ideen schon mehrfach verwiesen, unter anderen hier. Dieser illustrierte Vortrag ist aber besonders klar in seiner Botschaft und ist dabei auch noch sehr schön visualisiert. Gefunden bei Lisa Rosa  

Das Netz und wie man damit umgehen kann oder soll

In den letzte Wochen haben sich einige Autoren mit der Frage beschäftigt, wie die „junge Generation“ mit dem Netz umgeht. Auslöser war ein SPIEGEL-Artikel mit dem Titel ‚Null Blog‘, der argumentiert, dass es gar keine „Netzgeneration“ gebe, sondern dass das Netz im Alltag der Jugendlichen eine eher marginale Rolle spiele. Zwei sehr lesenwerte Beiträge zum Thema stammen von René Scheppler: Ja wo surfen sie denn und Torsten Larbig: Das Netz, seine Funktionen und die ‚Null Blog‘-Debatte. In diesem Beitrag möchte ich drei Aspekte aufgreifen, die diese Debatte streifen: Ist die Unterscheidung in digital natives und digital immigrants sinnvoll und wie Weiter lesen …

Intensiv mit Wikis arbeiten

Wikis werden für mich immer wichtiger im Unterricht und kristallisieren sich als zentrales Werkzeug für die Zusammenarbeit der Schüler und die Intensivierung des Lernen heraus. Ich bin noch lange nicht soweit, dass der Einsatz von Wikis auf beiden Seiten locker von der Hand ginge, aber wir arbeiten dran. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass viele Schüler sehr oberflächlich arbeiten: wenn zu einer Frage oder einem Thema schon irgend etwas im Wiki steht, sehen sie die Aufgabe als erledigt an und haken das für sich ab. „X hat ja schon was geschrieben, da konnte ich ja nichts mehr machen.“ Natürlich Weiter lesen …